Anna-Lena Friedsam

Anna-Lena im ATC

Im Jahr 2003 trat Anna-Lena Friedsam im Alter von 9 Jahren in den ATC ein und trainierte als Nachwuchstalent sowohl im TVR Kader mit Bijan Wardjawand als auch im ATC mit unserem damaligen Vereinstrainer Sascha Müller.

Schnell fand sie auf regionaler Ebene Beachtung durch ihre Erfolge bei Jugendturnieren und mit 14 Jahren wurde sie als jüngste Spielerin aller Zeiten Rheinland-Pfalz-Meisterin der Damen.

Mit nationalen und internationalen Erfolgen spielte sie sich in der deutschen Jugendrangliste auf Rang 1 und in der Jugendweltrangliste auf Rang 19 vor und erreichte damit entsprechende nationale und internationale Aufmerksamkeit. 2011 wurde sie mit 17 Jahren in der Weltrangliste der Damen an Position 655 geführt und machte in nur einem Jahr den Sprung auf Position 189. Ende 2013 stand sie bereits an Nr. 126 und krönte das Jahr mit dem Titel

„Deutsche Tennismeisterin der Damen 2013“.

Bereits 2012 wurde sie durch den DTB und die Fed Cup Chefin Barbara Rittner in das Porsche-Talent-Team aufgenommen, von dem sie auch finanziell unterstützt wird. Ebenso ist die Unterstützung durch den Landessportbund und den Tennisverband Rheinland Pfalz eine große Hilfe bei der Planung ihrer noch jungen Karriere.

2016 war dann ein sportlich sensationelles Jahr (bis auf Weltranglistenplatz 45 im August). In den Australian Open besiegte Sie Roberta Vinci in der dritten Runde 0:6;6:4;6:4 und zog damit ins Achtelfinale eines Grand Slams ein. Dort unterlag Sie allerdings der an 4 gesetzten Agnieszka Radwańska in 3 Sätzen.

In den darauf folgenden French Open traf sie in Runde 2 auf die Weltranglistenerste und 19fache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams. In einem furiosen Dreisatzkrimi unterlag Anna-Lena knapp 7:5;3:6;3:6.

Bei den US-Open trat sie wieder an, aber eine sehr hartnäckige Schulterverletzung mit zwei Operationen behindert seither ihre sportliche Karriere.

Ihre Erfolge mit Sascha Müller führten sie bis auf Platz 45 Weltrangliste und nach ihrer Verletzung im Protected Ranking auf Pos. 50, wobei Sie diese Position noch in verschiedenen wichtigen Turnieren einsetzen konnte. Ende 2017 hatte sie schon einen Comeback-Versuch gestartet mit immerhin einem Sieg auf der ITF Tour. Im Jahr 2018 konnte sie dann wieder die deutschen Meisterschaften gewinnen. 

Ein Höhepunkt war die Teilnahme am WTA Turnier in Linz im Oktober wo sie in der Vergangenheit einmal das Finale und einmal das Viertelfinale erreichte. Nach zwei Siegen in der Qualifikation stand sie im Hauptfeld, Die Auslosung gegen die Nummer zwei der Setzliste Belinda Bencic Nr. 10 der Weltrangliste, stellte eine extreme Herausforderung dar. Mit einem sensationell guten Spiel siegte sie jedoch überraschend in drei Sätzen - ihr bisher größter Erfolg in diesem Jahr. Leider musste sie im Achtelfinale gegen Elena Rybakina (WTA 43) nach großem Kampf und drei Sätzen die Waffen strecken. Die gewonnenen Punkte lassen sie auf Platz 144 der Rangliste vorrücken.

 

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