Historie des ATC

Die Tennissporttradition in Andernach reicht zurück in die Wende zum 20. Jahrhundert.

Bilddokumente beweisen, dass Damen und Herren des Andernacher Hockey- und Tennisclubs auf einem Aschenplatz gegenüber der heutigen Mittelrheinhalle zur Bundesbahn hin Tennis spielten.Auch Mitglieder der Casinogesellschaft versuchten sich auf dieser Anlage mit der noch jungen Sportart.

Die Casinogesellschaft war es dann, die am 8. Mai 1926 -- "9.00 abends im Casino zu Andernach" -- in einer Gründungsversammlung den "Andernacher Tennisclub" aus der Taufe hob. Die Mitgliederzahl war mit der Zahl der Gründungsmitglieder identisch. Die anwesenden Gründungsmitglieder waren laut Protokoll:

"Herr Dr. Strieder, Frau Dr. Strieder, Herr Thoma, Fräulein Plathner, Fräulein Kalt, Fräulein Verbeek, Dr. Grünewald, Herr Thoma, Frau Thoma, Herr Luithlen, Herr Dr. Wagner, Herr Dr. Einig, Herr Fuhrhans, Fräulein Eyles, Fräulein Hinsen, Herr Berg, Frau Berg, Frau Fuhrhand, Herr Reimann, Frau H. Thoma und Herr Dr. Aschenberg. "

Zum 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Dr. Aschenberg. Die erste Satzung des Vereins wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. März 1927 beschlossen."Der Club führt den Namen Andernacher Tennisclub 1926 mit Sitz in Andernach und ist Mitglied im Deutschen Tennisbund"

Mit Verfügung vom 07. Juni 1927 des Amtsgerichts Andernach wurde der Verein offiziell in das Vereinsregister eingetragen und erhielt die Registernummer 223 !

Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau von vier Aschenplätzen an der Salentinstraße im Bereich des heutigen Bertha-von-Suttner-Gymnasiums begonnen. Im Jahr 1938 schlossen sich der Hockey- und Tennisclub und der ATC zu einem Verein zusammen. Sie brachten die Farben grün-weiß und blau-weiß in den Club ein.

In der Vereinsführung des ATC hatte es inzwischen bereits dreimal einen Wechsel gegeben. Am 28. Dezember 1928 übernahm Herr Direktor Plieg den Vorsitz, am 17. Dezember 1931 Dr. med. Julius Ruppert und am 7. November 1936 wurde Dr. med. Kurt Kramer nach dem Führerprinzig der damaligen Zeit Vereinsführer, wie es im Protokoll hieß.

Der zweite Weltkrieg brachte das Vereinsleben sportlich und gesellschaftlich mehr oder weniger zum Erliegen. Gummi, Filz, Holz und Darm waren kriegswichtige Güter und standen als "Ersatzteile" nicht mehr zur Verfügung. Die Plätze verödeten und wurden auch nicht mehr hergerichtet. Nach dem Krieg dienten sie den Amerikanern und Franzosen als "Parkplatz" für ihre Militärfahrzeuge und in den Folgejahren den Jugendlichen der Nachbarschaft als Fußballplatz.

Vier Jahre nach Kriegsende, am 11. Mai 1949, gründeten in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ehemalige und neue Mitglieder den ATC aufs Neue.

Den Vorstand bildeten Karl August Weißheimer (1. Vorsitzender), die "Ehefrau des Prokuristen Herbert Heyden, Else geb. Hoffbauer-Fischer, ohne Stand, zu Andernach (2. Vorsitzende), Liselotte Weißheimer, ohne Stand, zu Andernach (Kassenwart), Ehefrau Hedwig Schwarz, geb. Heintges, ohne Stand, zu Andernach (Schriftführerin), Hermann Nachtsheim jun., Installateur, zu Andernach (Sportwart)"

Die französische Militärregierung genehmigte den Club mit Wirkung vom 12. Mai 1949.

In den fünfziger Jahren wuchs die Mitgliederzahl erheblich, vor allem durch Beitritt vieler Jugendlicher in den Club, die dann auch den sportlichen Standard stark verbesserten und die erste Herrenmannschaft zu Meisterehren im Tennisverband Rheinland-Pfalz-Saar führten. Die Vereinsvorsitzenden dieser Epoche waren der sehr rührige Theo Neumann in den Jahren 1952 bis 1958 und Gerhard Schmidt, der am 20. 04. 1958 von der Generalversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Am 18. 04. 1962 wurde Rudolf Weltken zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Der Club zog 1963 auf seine neue Fünffeldanlage am Stadion um, da das Grundstück an der Salentinstraße zum Bau des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums benötigt wurde. Gerhard Schmidt wurde am 13. 04. 1964 erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt und war in seiner zweiten "Legislaturperiode" 13 Jahre lang mit großem Engagement mitverantwortlich für das Wachstum des Vereins. 1966 wurde ein Clubhaus gebaut und 1974 ein weiterer Platz eingeweiht.

Mit Margreth Beyer übernahm 1977 die erste Frau in der Vereinsgeschichte den Vorsitz. Ein Jahr später datiert der Bau von zwei weiteren Plätzen, die heutigen Plätze 10 und 11.Auch die nunmehr 8 Plätze reichten nach kurzer Zeit nicht mehr aus, so dass 1979 nochmals zwei zusätzliche Plätze gebaut wurden und zwar neben der hochmodernen Fünffeld-Tennishalle, die von der Firma Hans-Walter Schmitz Ende 1979 vollendet worden war. Der ATC hatte sich zum Großverein entwickelt.

Dadurch entsprach auch das alte Clubhaus nicht mehr den ständig wachsenden Ansprüchen und Bedürfnissen. Die neue TTM-Tennishalle übernahm die Rolle des Clubhauses mit ihren großzügigen Sanitäranlagen, Umkleideräumen und Gastronomie.

Da Margreth Beyer nach 14 erfolgreichen Jahren nicht mehr als Vorsitzende zur Verfügung stand, wurde in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 01. März 1991 August Werres zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.In den Folgejahren entwickelte sich der Club durch gezielte Jugendarbeit und den Ausbau der Anlage auf 11 Plätze mit einem zusätzlichen Kleinfeldplatz für die Jüngsten zu einem der größten Vereine im Verbandsgebiet. Die Gesamtaufwendungen betrugen 1993 und 1994 etwa 400.000 DM.

 

An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass Herr Dr. Wolfgang Luithlen die gesamten Kosten für unseren neuen Centercourt getragen hat. Aber auch die außerordentliche Großzügigkeit von Herrn Hans-Walter Schmitz hat zu der Verwirklichung des Gesamtprojektes beigetragen.Beiden Gönnern wurde anlässlich der Eröffnung der neuen Platzanlage 1993 die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Ab dem Jahr 2002 stehen dem Club weitere zwei Plätze zur Verfügung, die für eine vorläufige Dauer von fünf Jahren von der HWS-Sport-Betriebs-GmbH angepachtet wurden. Somit verfügt der Club über 13 Sandplätze und einen Kleinfeldtennisplatz mit Kunstrasen. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf fast 600 angewachsen.

Der ATC ist für jeden Tennisinteressierten die richtige Adresse, denn Breitensportler und Wettkampfsportler können gleichberechtigt ihrem Hobby auf einer großzügigen und gepflegten Anlage nachgehen.



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